Das Gruppenthema im TZT

Im Themenzentrierten Theater ist das Gruppenthema zentral

In der Arbeit mit Gruppen spielt das sogenannte Gruppenthema eine zentrale Rolle. Heinrich Werthmüller, Begründer des TZTs, schreibt  folgendes dazu:

Die Mitglieder einer Gruppe mögen sich in ihren Interessen und Motivationen stark voneinander unterscheiden. Trotzdem entwickeln sie im Laufe der verschiedenen Phasen gemeinsame Anliegen und Phantasien in bezug auf die Art ihrer Interaktionen: Sie verhalten sich so, als ob für sie ein gemeinsamer „Beziehungssatz“ gelten würde, z. B.

  • In der Orientierungsphase„Ich weiss noch nicht, wie der Hase läuft, deshalb halte mich zurück bis ich mehr weiss,  und beobachte, was du und du (= ihr anderen) tun“

  • In der Positionierungsphase„Ich will “einen guten Platz” in der Gruppe, deshalb kämpfe ich um Anerkennung und um Verbindungen zu anderen in der Gruppe.“

  • In der Harmoniephase:„Ich fühle mich wohl in der Gruppe, deshalb tue ich alles, um die gute Stimmung nicht zu gefährden.“

  • In der Wachstumsphase:“Ich weiss um deine Zuverlässigkeit, deshalb kann ich mit dir auch Unangenehmes anpacken und Lösungen entwickeln.”

  • In der Abschiedsphase:“Ich werde dich vermissen, deshalb will ich dich noch mal besonders nahe erleben.”

Solche Beziehungssätze, die für jedes Teammitglied gültig sind, bezeichnet man als das “Gruppenthema“.
Gruppenthemen sind, genau wie Normen und Rollen, den Beteiligten zum Teil bewusst, zum Teil aber nicht bewusst. Sie bestimmen aber weitgehend das Geschehen in der Gruppe, zeigen sich in der Art und Weise des Umgangs miteinander  in einem Team.

Es ist wichtig, dass in der Arbeit mit Gruppen nicht nur das Sachthema Bedeutung hat (z.B. die festgelegten Ziele), sondern immer auch die Prozesse im Bereich Kommunikation/Interaktion mitberücksichtigen werden. Dies beginnt mit ganz einfachen Aspekten:

  • Wie wärmen wir die Gruppe auf?  –> Einstieg
  • Wie werden Arbeitsgruppen in einem Prozess gebildet? –> Gruppenbildung

Oft wird diesen wichtigen Aspekten zuwenig Beachtung geschenkt. Als Trainer und Coach habe ich meist einen vorgegebenen Auftrag, oft wenig Zeit zur Verfügung und sachliche Zielangaben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennen diese sachlichen Ziele. Ob da aber alle bereit sind gleich am Anfang sich in eine gemeinsame Arbeit zu stürzen, wissen wir nicht. Mit einfachen, themenbezogenen Einstiegen erleichtern wir den Anwesenden das Ankommen, die Kontaktaufnahme mit anderen…

Als Trainer hab ich die Möglichkeit dabei das Gruppenthema zu ergründen. Ist es eher:

  • „Ich bin da, weil mein Chef mich geschickt hat“ oder heisst es eher
  • „Das vorgegebene Ziel interessiert mich, ich hab aber meine Zweifel, ob es erreicht werden kann“  oder
  • „Mit dir und mit dir möchte ich produktiv an diesen Zielen arbeiten“

Je nach Gruppenthema, das ich erkenne,  werde ich das Programm gestalten. Dies bedeutet, dass ich in dieser Gruppenarbeit nicht einem sturen Fahrplan nachgehen kann. Der nächste Schritt, die Gruppenbildung z.B., wird dann verschieden ausfallen. Es gilt also flexibel zu sein.

Die Kunst eine Gruppe zu führen, ist sicher die Balance zwischen den Sachaspekten und den gruppenimmanenten Aspekten zu finden.

Themenzentriertes Theater in der lösungsorientierten Arbeit.

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TZT – Arbeiten mit Gruppen

Im Themenzentrierten Theater, TZT, werden Themen gruppenbezogen, darstellerisch bearbeitet, dies auf dem Hintergrund von Erfahrungen, Erinnerungen, Motiven und Zukunftsvorstellungen.

Die sechs themenzentrierten Anlagen (Einstieg, Gruppenbildung, Situation, Realisation, Improvisation, Ausstieg) bilden zusammen ein Ganzes und werden jeweils auf das zentrale Thema und die Gruppe bezogen (Stoff- und gruppenimmanentes Thema). Somit wird thematisch-sachbezogenes Arbeiten mit Aspekten der Kommunikation und Interaktion verbunden. Das TZT ist ein ganzheitliches Konzept für das Arbeiten mit Gruppen. Sie können z.B. ihr ,futur perfect‘  in einem Freiraum spielerisch darstellen und reflektieren. Lösungsansätze werden somit nicht nur sprachlich artikuliert, sondern handelnd erprobt:

Ja, es gibt nur einen Weg frische Pilze zu riechen: den in den Wald. 

 

Wer mit Gruppen arbeitet, wer selber gerne spielt, seiner Fantasie freien Lauf lassen möchte, kann mit TZT viel erreichen. 

Weitere Informationen zum TZT  sind hier zu finden:

TZT und Lösungsorientiertes Coaching

 

Solution Circle – Ein Kreis führt zu Lösungen

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Von Brennpunkten über Sternstunden zur ‚perfekten‘ Zukunft

Ausgehend von den Brennpunkten im Team (was sind die Fragen, die Probleme, die uns beschäftigen) erforschen wir die Sternstunden (was funktioniert bei uns gut? was können wir? wo sind wir stark? was zeichnet uns aus?…) um dann miteinander gedanklich das Bild einer Zukunft zu gestalten, die uns als positiv (als perfekt) vorschwebt.

Wir fragen uns dann, wie nahe wir an dieser ‚perfekten‘ Zukunft sind? In einem weiteren Schritt werden erste mögliche Massnahmen erörtert und auf ihre Umsetzungsmöglichkeit geprüft.

Daraus kann dann der nächste Schritt (der erste Schritt in eine bessere gemeinsame Zukunft) erörtert und bestimmt werden. Meist ergeben sich daraus entsprechende persönliche Aufträge.

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Coaching – Ja! für wen machst du das?

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(aus http://gutezitate.com)

Du bietest Coaching an!

Was sind deine Klientinnen und Klienten?

Eigentlich ist die Frage einfach zu beantworten:

Menschen, die daran interessiert sind berufliche oder persönliche Ziele zu erreichen, können meine Unterstützung in Anspruch nehmen.

Ich höre gut zu, ich stelle Fragen, ich rege den Denkprozess der Klientin oder des Klienten an.

Im gemeinsamen Erforschen von Möglichkeiten, von Wegen, die in die Zukunft führen, wird es möglich klarer zu erkennen, was getan werden kann, um ein Ziel zu erreichen. Es ist jedoch der Klient/die Klientin, die an den eigenen Fragen arbeitet.

 

Ratschläge?

Als Coach begleite ich den Prozess. Somit spielt es grundsätzlich keine Rolle, welchen beruflichen Hintergrund der Klient oder die Klientin hat. Als Coach ist es nicht meine Aufgabe sachliche und fachliche Ratschläge zu erteilen. Meist ist es von Vorteil, wenn ich als Coach das vertiefte Fachwissen der Klientin/des Klienten nicht teile. Ich komme somit nicht in Versuchung entsprechende Ratschläge zu erteilen.